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Kreisgruppe MAYEN-KOBLENZ

Pestizide in allen Nahrungsmitteln nachweisbar

Die UNO warnt vor katastrophalen Auswirkungen von Pestiziden

1.10.2019
Der UN Sonderbeauftragte für das Recht auf Nahrung hat in einem Bericht der Vereinten Nationen über Pestizide gesagt, dass es möglich wäre die Welt mit Bio Lebensmitteln zu ernähren, dass die Pestizidindustrie die Wahrheit über die schädliche Wirkung ihrer Pestizide herunterspielt, dass die staatlichen Vorgaben zwar vielzählig aber nicht ausreichend sind um die Menschen tatsächlich vor den Giften zu schützen. http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/uno-warnt-vor-katastrophalen-auswirkungen-von-pestiziden.html

Nach den Worten des UNO Generaldirektors der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) haben wir einen Wendepunkt in der Landwirtschaft erreicht. “Das heute vorherrschende Agrarmodell ist äußerst problematisch aufgrund von Schädigungen durch Pestizide, durch deren Auswirkungen auf den Klimawandel, durch Verluste der biologischen Vielfalt und durch die Unfähigkeit die Ernährungssouveränität zu gewährleisten. Diese Probleme sind eng miteinander verknüpft und müssen gemeinsam angegangen werden, um das Recht auf Nahrung zu gewährleisten. Bemühungen zur Bekämpfung gefährlicher Pestizide werden nur erfolgreich sein, wenn sie sich mit den ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren befassen, die in der Landwirtschaft verankert sind und wenn sie eine nachhaltige Entwicklung zum Ziel haben. Politischer Wille ist gefragt um die Interessen, Anreize und Machtverhältnisse neu zu bewerten und die Aufrechterhaltung der von der industriellen Agrochemie abhängigen Landwirtschaft in Frage zu stellen. Agrarpolitik, Handelssysteme und der Einfluss der Unternehmen auf die öffentliche Ordnung müssen alle in Frage gestellt werden, wenn wir uns von den pestizidabhängigen industriellen Nahrungsmittelsystemen wegbewegen wollen.“ Der gesamte Bericht des United Nations Sepecial Rapporteur (Generaldirektors) ist hier einsehbar: Report of the UN Special Rapporteur on the right to food 

Pestizidfreie Landwirtschaft ist der einzige Weg für unsere Zukunft

12.1.2019
Eine Landwirtschaft frei von Giftanwendungen ist der einzige Weg uns und allen anderen Arten eine nachhaltige Zukunft auf diesem Planeten zu ermöglichen. Nur so werden wir uns auch in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten ernähren können, ohne unsere Welt weiter zu kontaminieren und zu zerstören. Jede landwirtschaftliche Fläche und sei sie auch noch so klein ist ein biologisches Verbund-System aus Lebenszyklen und Kreisläufen, die alle ineinander greifen und sich gegenseitig beeinflussen. Jede Störung unterbricht die natürlichen Mechanismen dieser Kreisläufe und führt zu Ungleichgewicht und neuen Problemen. Nicht nur Biobauern, sondern auch die moderne Raumfahrt Forschung machen es uns vor. In einem zukunftsweisenden Experiment, dem viel beachteten Antarktis-Gewächshaus EDEN-ISS des Deutschen Zentrums für Luft- & Raumfahrt (DLR) wird ebenfalls komplett ohne Pestizide gegärtnert! 

Die toxische Wirkung der Agrargifte

8.4.2018
Pestizide sind chemische Substanzen, die Lebewesen töten, vertreiben oder in Keimung, Wachstum oder Vermehrung hemmen. Man unterscheidet die folgenden Gruppen: Insektizide gegen Insekten, Herbizide gegen Pflanzen, Fungizide gegen Pilze, Bakterizide gegen Bakterien, Molluskizide gegen Schnecken, Akarizide gegen Milben, Nematizide gegen Fadenwürmer, Rodentizide gegen Nagetiere, Avizide gegen Vögel. 

Der hohe Pestizideinsatz ist einer der Hauptgründe für den Insekten- und Artenschwund. Mehr als die Hälfte der Fläche Deutschlands, 51% wird landwirtschaftlich genutzt. Tagtäglich werden in Deutschland massenhaft Pestizide auf tausenden von Quadratkilometern versprüht. Dass dieses Handeln nicht ohne Konsequenzen bleibt, können wir sehr deutlich am allgegenwärtigen Artensterben erkennen. Das Umweltbundesamt sagt: "der Umweltschutz in der Landwirtschaft kommt zu langsam voran." Das hat nicht nur negative Folgen für Insekten aller Art. In Deutschland und ganz Europa nehmen die Bestände vieler für Ackerbaulandschaften typischer Vögel und Säuger ebenfalls in dramatischer Geschwindigkeit ab. "Eine neue Studie des UBA belegt, dass der großflächige Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Intensivlandwirtschaft insbesondere den Feldvogelarten die Nahrungsgrundlage entzieht. Ackerbeikräuter, Käfer und Raupen werden zum Schutz der Kulturpflanzen abgetötet und stehen nicht mehr als Nahrung zur Verfügung. So tragen Pestizide zum zunehmenden Verlust an Artenvielfalt bei. Es ginge auch anders: Biologische Landwirtschaft statt konventionell, denn Ökolandbau ist nicht eine, sondern die Alternative für die Zukunft der Landwirtschaft! Ausgleichsflächen, wie die vom BUND MYK geforderten Blühstreifen, Blühflächen und bienenfreundliche Landschaften, sowie Brachen für Vögel, Bienen und Schmetterlingen, wären als Ersatzlebensräume eine Erste Hilfe Notmaßnahme.

Weltbiodiversitätsrat veröffentlicht Berichte zum Artensterben

 30.3.2018
Die Biologische Vielfalt befindet sich weltweit in einem alarmierenden Rückgang. Die Gefährdung betrifft nicht nur die Umwelt, sondern auch die Wirtschaft, die Ernährungssicherheit und die Lebensqualität der Menschen. Dieses Fazit des Weltbiodiversitätsrates (IPBS) dürfe allen Umweltschützern wie die Erkenntnis eines "Spätzünders" vorkommen. Der Weltbiodiversitätsrat (IPBS) wurde 2012 gegründet und ist ein Zusammenschluss von 129 Weltweiten Regierungen mit einem Jahresbudget von 8 Millionen Euro. Ihr Sitz ist in Bonn. Das Bundesumweltministerium unterstützt das IPBES jährlich mit 1,5 Millionen Euro. Die IPBS versteht sich als zwischenstaatliche, wissenschaftspolitische Plattform für Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen. Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze nennt die Berichte des IPBS einen Weckruf für die ganze Welt. Sie sagt: "Wir wissen heute genug um gegensteuern zu können. Eine wesentliche Ursache ist der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. Deshalb wollen wir unter anderem den Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft in dieser Legislaturperiode beenden und grundsätzlich zu einem restriktiveren Umgang mit Pestiziden kommen."

Glyphosat das "Totalherbizid" vernichtet alle Pflanzen

1.4.2018
Eines der umstrittensten Pestizide in der Gruppe der Herbizide ist derzeit der Wirkstoff Glyphosat, der auch unter dem Handelsnamen "Roundup" vertrieben wird. Glyphosat wird als Totalherbizid bezeichnet, weil es durchgreifend alle Pflanzen die damit in Kontakt kommen tötet. Seine Einstufung als Breitbandherbizid bedeutet, das es alle Pflanzenarten vernichtet, die damit in Kontakt kommen. Der BUND Mayen-Koblenz empfiehlt dringend, zum Schutz von Pflanzen, Menschen, Säugetieren, Amphibien, Vögeln, Bienen, Insekten und vielen anderen Lebewesen, freiwillig auf Glyphosat zu verzichten. Viele Studien zeigen das sich 75 - 80 % der Deutschen Bevölkerung den Verzicht auf Glyphosat wünschen. Die Menschen verstehen nicht, dass ihre Meinung und ihre Gesundheit weniger zählt als die finanziellen Interessen der Landwirte und der Chemieindustrie. Glyphosat ist eines der weltweit am meisten eingesetzten Pestizide. Daher auch seine große Marktmacht. Die Region Maifeld, Mayen-Koblenz und sogar Rheinland-Pfalz könnte sich zum Wohle aller Lebewesen dagegen entscheiden und damit einen großen Schritt in Richtung Artenschutz tun. 

Ähnlich verlief in den 70er Jahren der Kampf gegen DDT, das wie Glyphosat ebenfalls als krebserregend bestätigt wurde. Damals wurde auch sehr lange versucht, trotz der eindeutigen Untersuchungsergebnisse, das Mittel auf dem Markt zu halten. Wenn wir uns zurück erinnern, sind wir schockiert. Ähnlich werden wir in wenigen Jahren über den heute noch üblichen großflächigen Einsatz von Glyphosat denken. Im BUND Ratgeber Pestizidfreie Kommunen sind viele interessante Informationen zusammen getragen. Z.B.: Flächenpflege ohne Pestizide, Alternativen zum Pestizideinsatz, Welche Kosten sind zu erwarten? Machen auch wir es als Pestizidfreie Kommune vor. Mayen sowie 210 andere Städte und Gemeinden haben schon ein Zeichen gesetzt und sind dabei. Werden auch wir als Umweltfreundlicher Landkreis Mayen-Koblenz Trendsetter

99,6% der Deutschen haben Glyphosat im Urin

Im Rahmen der viel beachteten Aktion URINALE "Ackergifte Nein Danke", der Heinrich Böll Stiftung in Berlin, wurde nachgewiesen, dass heute schon 99,6% der Deutschen Glyphosat im Urin haben. Bei 79 % der Probanden war die Belastung fünf- bis zweiundvierzigfach höher als der erlaubte Rückstands-Höchstwert für Pestizide in Trinkwasser. Sollte uns das nicht zum Handeln aufrufen??? Schockierend ist für uns vom BUND auch, dass Urinproben von Kindern und Jugendlichen die höchsten Messwerte ergaben. Warnung von Toxikologen des Pestizid Aktionsnetzwerks, sowie der WHO und der IARC stützen die Feststellung das Glyphosat krebserregend ist. Darüber berichtete auch die deutsche Pharmazeutische Zeitung

Neonikotinoide bleiben in kleinsten Menge viele Monate hoch giftig!

10.4.2018
Die Neonikotinoide sind hochwirksame synthetische Insektizide, die in Landwirtschaft und Obstbau flächendeckend eingesetzt werden. Nicht nur Schädlinge, sondern auch wichtige Insekten wie Honigbienen und Wildbienen werden durch Neonikotinoide getötet. Sie wirken als Kontaktgift und als Fraßgift außergewöhnlich stark. Von Pflanzen werden sie besonders gut durch die Wurzeln aufgenommen und auch lange gespeichert. Durch die sogenannte systemische Wirkung eignen sie sich auch als Beize für Saatgut, mit dem die keimenden Pflanzen, dann über einen langen Zeitraum bis hin zu Jahren mit der toxischen Wirkung behaftet sind. Sie wirken vor allem gegen Insekten aller Art durch ihre Giftwirkung auf deren Nervensystem. Es kommt zu Dauerreizungen, Nervenschädigungen und Tod. Bienen die Kontakt mit Neonikotinoid-behandelten Pflanzen haben, transportieren die Gifte in Nektar und Pollen auch zu ihren Artgenossen und über den Honig bis zu den Menschen. Bienen verlieren die Orientierung und können den Bienenstock nicht mehr finden. Sie verhungern, sie erleiden Krämpfe, sie sterben qualvoll. 
Der BUND fordert ein sofortiges Verbot von allen Neonikotinoiden.

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