Kreisgruppe MAYEN-KOBLENZ

Klimaschutz

Unsere kostbarsten Ökosysteme sind weltweit in großer Gefahr

25.9.2019
Die Berichte des Weltklimarates IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) warnen die Menschheit eindringlich vor der nicht mehr rückgängig zu machenden Beschädigung unserer wetvollsten Ökosysteme. Nicht nur der Amazonas, die grüne Lunge unseres Planeten, sondern auch viele andere Regionen über und unter Wasser sind betroffen. Stark betroffen sind auch die wichtigen Eisgebiete, die eine Sonderrolle für das Weltklima, das lokale Wetter, den Meeresspiegel und die Verfügbarkeit von Wasser im Kreislauf der Natur spielen. Erwartete Kosequenzen sind:

  • Dürren und extrem geringe Niederschlagsmengen in Teilen unseres Planeten
  • Extreme Starkregenereignisse auf der Nordhalbkugel
  • Zunehmende Überschwemmungen
  • Vermehrte Waldbrände
  • Ausbreitung von invasiven Arten
  • Rückgang vieler Ernten für wichtige Agrarproduktionen wie Mais, Weizen, Reis

Am 25. September 2019 wurde ein weiterer IPCC-Sonderbericht über den Ozean und die Kryosphäre (SROCC) in Monaco vorgestellt. Die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger (Summary for Policymakers, SPM) und die deutsche Übersetzung der Hauptaussagen des SROCC zeigt die Webseite des SROCC.

Der BUND will den CO2-Ausstoß verbindlich reduzieren, die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad begrenzen, schleunigst aus den fossilen Energien aussteigen und auch die von der Klimaerhitzung betroffenen Länder und Menschen unterstützen. Jetzt den Eilappel unterzeichnen: https://aktion.bund.net/das-klima-kippt

Weitere Infos auch unter: https://www.bund.net/klimawandel/

Starkregen Ereignisse im Bereich Mayen-Koblenz

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25.9.2019
Wir beobachen seit Jahren, dass der Klimawandel einen deutlichen Anstieg an Starkregen Ereignissen in Deutschland und der restlichen Nordhalbkugel bewirkt. Durch das Schmelzen der Polkappen, der Gletscher und der Eisflächen insgesamt und dem daraus resultierenden Anstieg der Meeresspiegel ist deutlich mehr Wasser auf unserem Planeten im Umlauf. Die Wetter-Kreisläufe sind weniger prognostizierbar geworden und Extreme gehören mittlerweile jedes Jahr zu den Phänomenen, die auch immer wieder in Mayen-Koblenz große Probleme verursachen. Durch den zum Teil stockenden Jetstream, der "Wind-Autobahn" unseres Planeten, hängen die Wettersysteme öfter fest als früher. Der Grund ist, dass sich die Arktis in den letzten Jahrzehnten stärker erwärmt hat als der Rest der Erde. Dadurch sinkt das Temperatur- und Druckgefälle zwischen den polaren und den tropischen Luftmassen. Dieses Temperaturgefälle ist der äußerst wichtige "Antriebsmotor" für den Jetstream. Je mehr sich die Pole durch unseren Klimawandel erwärmen desto leichter gerät das System ins Stocken. Daraus ergibt sich, dass Wetterereignisse aller Art aber auch Regenfälle oft Regional stehen bleiben und dann einzelne Gebiete besonders stark betreffen können. Die großen Regenmengen machen vor allem dort Probleme, wo sie nicht abfließen können, weil bebaute und versiegelte Flächen dies verhindern. Weite, breite und unbebaute Bachtäler mit natürlichem Bewuchs dagegen können große Wassermassen aufnehmen und lassen sie langsam abfließen, wodurch tiefer liegende Regionen verschont oder weniger stark betroffen werden.  

Der Landkreis Mayen-Koblenz informiert in seiner Broschüre: HOCHWASSERPARTNERSCHAFT MAYEN-KOBLENZ WIR MEISTERN HOCHWASSERRISIKEN GEMEINSAM.  In dieser Informationsschrift hat die Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz Modellberechnungen durchgeführt und für bestimmte Hochwasserereignisse Überflutungsflächen, Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten in Karten dargestellt.

Auf der Seite https://unwetteralarm.com/live-warnungen/rheinland-pfalz/kreis-mayen-koblenz/ werden aktuelle Starkregenwarnungen veröffentlicht.

Waldsterben als Folge des Klimawandels

27.9.2019
Die Folgen des Klimawandels sind vielfältig und komplex. Wetterphänomene, Rekordhitze, Starkregen, Überflutungen & Dürre nehmen zu. Auch das aktuelle Waldsterben in Deutschland zeigt, dass schon 70% unseres Waldes unter den Folgen des Klimawandels leiden. Der BUND Vorsitzende Dr. Hubert Weiger sagt: "unser Wald ist massiv geschädigt". Seit 2018 wurden mehr als 180.000 ha durch Dürre, Stürme und Schädlingsbefall in Mitleidenschaft gezogen. Auch Naturschutzgebiete und FFH-Schutzgebiete wie das Elztal, die grüne Lunge des Maifeldes, sind vom Waldsterben betroffen. Die Klimakrise verlangt, dass wir deutschlandweit einen flächendeckenden Waldumbau von Nadelforst-Monokulturen hin zu robusten Laubmischwäldern einleiten. Siehe: BUND Pressemitteilung zur Klimakrise. Die Trockenheit und Hitze der letzten Jahre hat die Situation deutlich verschlechtert. Wälder und Waldböden dorren aus und Bäume werden durch den Eintrag von Luftschadstoffen zusätzlich geschwächt. Siehe: BUND-Forderungen zum Waldsterben. Borkenkäfer können sich an gestressten Baumbeständen besonders leicht und schnell ausbreiten. Auch der angesehene Physiker Prof. Dr. Harald Lesch berichtet im ZDF wiederholt von den dramatisch negativen Folgen des Klimawandels.

Klima-Aktivistin Greta Thunberg, UN-Sondergipfel 23.09.2019 - klare Worte

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