Mehr Natur- & Artenschutz für Mayen-Koblenz

Kreisgruppe MAYEN-KOBLENZ

Mehr Natur- & Artenschutz für Mayen-Koblenz

Die BUND Kreisgruppe Mayen-Koblenz hat über 500 Mitglieder. Wir setzen uns für regionalen Naturschutz, Biotopschutz, Artenschutz, den Schutz von Quellen und Bachläufen ein. Wir vernetzen Menschen und Interessen miteinander. Wir informieren, wir helfen und wir klären auf. Wir helfen auf vielfältige Weise beständig mit, die Bestrebungen der Region Mayen-Koblenz zum umweltfreundlichen Landkreis zu werden weiter voranzubringen. Wir möchten mit unserer Arbeit auch das Bewusstsein in der Bevölkerung stärken, dass wertvolle Lebensräume einen achtsamen Umgang und einen besonderen Schutz verdienen. Artenreiche Gebiete haben eine wichtige Schlüsselrolle für die Rückbesiedlung artenarm gewordener Flächen. Unsere Zukunftsvision ist, mitzuhelfen die Artenvielfalt in das Maifeld zurückzubringen und in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft und den anderen Naturschutzverbänden wieder zu einem Lebensraum zu machen, in dem Menschen, Pflanzen und Tiere sowie die wirtschaftliche Nutzung des fruchtbaren Bodens in einem harmonischen Miteinander Platz finden. Der Gesamtverband des BUND e.V. ist mit über 600.000 Unterstützerinnen und Unterstützern der größte Natur- und Umweltschutzverband Deutschlands.

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BUND RLP beantragt Naturschutzgebiet für Sevenich (Mayen-Koblenz)

  • Weltweit sind bereits 85% aller Feuchtgebiete zerstört.
  • Feuchtgebiete sind unsere artenreichsten Refugien für Fauna & Flora.
  • Selbst kleinteilige Lebensräume fungieren als wichtige Trittsteinbiotope um andere verarmte Gebiete wieder zu besiedeln.
  • Auf den Sevenicher Feuchtwiesen leben über 100 geschützte Tiere und Pflanzen. Die BUND Artenrecherchen wurden als Projekt 'UN-Dekade Biologische Vielfalt' ausgezeichnet https://myk.bund-rlp.de/auszeichnung/ .
  • Gerade im Bezug zum Klimawandel ist es wichtig, das Wasser in der Landschaft zu halten. Der Wasserhaushalt wird dadurch positiv beeinflusst und Schäden durch Trockenzeiten entgegen gewirkt. Deshalb sind alle wasserführenden Bereiche zu schützen!
  • Deutschland hat zu wenig Naturschutzgebiete ausgewiesen. Auch im Bereich der Ausweisung von FFH Schutzgebieten kommt Deutschland zu langsam voran. Die EU hat deshalb 2021 Klage gegen Deutschland eingereicht https://www.tagesschau.de/ausland/eugh-naturschutz-klage-deutschland-101.html.

Wildvogelpflegestation Kirchwald e.V. benötigt dringend Unterstützung

Habicht Accipiter gentilis 24.7.2020 Foto: Gavin Grosvenor

25.5.2021
Liebe Freunde unserer kostbaren Fauna & Flora,
eine wichtige Institution unseres Landkreises Mayen-Koblenz ist in Not. Die Wildvogelpflegestation Kirchwald e.V. benötigt dringend Unterstützung. Seit nunmehr drei Jahrzehnten besteht die Wildvogel-Pflegestation Kirchwald als Verein und die dazugehörige Station am Ortsrand Kirchwalds als Auffangstation für verletzte, verwaiste oder sonst in Not geratene Wildvögel und Igel. Seit ihrer Gründung ist die Wildvogelpflegestation zu einer der größten Deutschlands herangewachsen. Im Jahr 2021 umfasst sie über 40 Volieren, hunderte Krankenboxen und speziell eingerichtete Räumlichkeiten zur Versorgung und Pflege der Tiere. Eine Aufgabe, die von einem Team aus ca. 20 haupt- und ehrenamtlichen, hochmotovierten Menschen 365 Tage im Jahr ausgeführt wird. Im Jahr 2012, und im November 2020 verstarben leider zwei der wichtigsten Menschen, die diese Station geführt und tierärztlich betreut haben, Frau Helga Steffens und Frau Dr. Baronetzky-Mercier. 

Als Kernsponsoren stehen einige größere Tierschutzorganisationen und Vereine, sowie die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord des Landes Rheinland-Pfalz hinter der Station. Darüber hinaus ist die Finanzierung durch die Mitglieder des Vereins Wildvogel-Pflegestation e.V. und auch auf Spenden aus der Öffentlichkeit angewiesen, damit sie arbeiten und Tierleben retten kann. Allein im Jahr 2020 wurden knapp 4000 Vögel und 400 Igel tierärztlich versorgt. Eine Arbeit die sehr viele Wildtiere rettet und einen sehr wichtigen Beitrag für den Artenschutz in unserem Landkreis leistet. Mit einer Wiederauswilderungsrate von 60 – 70% ist die Pflegestation sehr erfolgreich und nach unserer Auffassung geradezu vorbildlich. Aber die Kassen sind absolut leer und die Aufnahmekapazität und der Fortbestand der Wildvogelpflegestation sind nun stark gefährdet. Daher bitten wir alle natur- und artenschutzinteressierten Bürger und Institutionen um finanzielle und ehrenamtliche Unterstützung Wildvogelpflegestation. Es werden Ehrenamtler gesucht die bei den unterschiedlichsten Aufgaben der Station mithelfen möchten. Bitte setzen Sie sich mit der Station in Verbindung wenn Sie helfen möchten. Jeder Beitrag ist willkommen. Anbei der Link zur Website: https://www.wpskirchwald.de

Mit besorgten Grüßen und der Hoffnung, dass diese Tierrettungsstation weiter existieren kann: 
Dipl.-Ing. Gavin Grosvenor
Stellvertretender Vorsitzender  
BUND RLP Kreisgruppe Mayen-Koblenz

 

Wildvogel-Pflegestation Kirchwald Hilferuf an alle!

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Mai 2021: Ringelnattern in Mayen-Koblenz aus der Winterruhe erwacht

Die Barrenringelnatter Natrix helvetica auf den Sevenicher Feuchtwiesen am 12.5.2021. Rote Liste gefährdeter Arten 3 RLP, lokal stark gefährdet, Video: Gavin Grosvenor BUND MYK. 
Die ungiftigen Ringelnattern sind anmutige Schwimmer, wunderschön, für den Menschen völlig ungefährlich und sie beißen nicht! Die Weibchen können bis zu 25 Jahre alt und 160 cm lang werden. Ringelnattern sind durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt und dürfen weder verfolgt noch gefangen werden. Leider wird uns immer wieder berichtet, dass es Menschen gibt die diese harmlosen Tiere totschlagen. Ihre Lebensräume werden zunehmen kleiner. Das Bundesamt für Naturschutz bezeichnet sie als typische Arten großflächiger Feuchtgebiete, die durch  den Landschaftswandel und die Intensivierung der Landwirtschaft gefährdet sind. Langfristig haben besonders folgende Faktoren zu ihrem Rückgang geführt
• Gewässerverlust und Flurbereinigung
• Melioration ( kulturtechnische Maßnahmen zur Ertragsteigerung)
• Gewässerausbau
• Nutzung von Gewässern für Wassersport und Erholung
• Flächeninanspruchnahme durch Siedlungen und Verkehr
• Zerschneidung der Landschaft durch Straßenbau

Schutzmaßnahmen müssen laut BFN auf die Erhaltung und Wiederherstellung großflächiger, extensiv genutzter, strukturreicher Feuchtgebiete abzielen. Linearen Gewässerstrukturen als Vernetzungslinien kommt dabei eine große Bedeutung zu. Als vernetzende Strukturen im Landbereich sind Wegsäume, lineare Hochstaudenfluren oder ehemalige Bahndämme zu fördern und zu erhalten. Positiv haben sich die Beruhigung
von Gewässerufern und die Neuanlage von Kleingewässern ausgewirkt. Die letztgenannten Maßnahmen kommen besonders den Amphibien als Nahrungsgrundlage der Ringelnattern zugute.

Termine 2021

Donnerstag, den 15. April, 18.30
Mitgliederversammlung & Vorstandswahlen, Digital im Videoformat als Zoom Meeting

Donnerstag, den 17. April
Kreisgruppentag,  Digital im Videoformat als Zoom Meeting

Samstag, den 29. Mai 10.00  - 17.30 Uhr
Landesdeligiertenversammlung Videokonferenz Zoom & Openslides 

Bundestagswahl 2021, Deine Chance: BUND Agrarwende Wählen!

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9.3.2021
10.000 Fußabdrücke und 10.000 Botschaften für die Agrarwende. Zum Auftakt des Jahres der Bundestagswahl haben wir mit einem Meer aus Fußabdrücken vor dem Kanzelerinnenamt protestiert. Tausende haben ihre Fußabdrücke nach Berlin geschickt, um so Corona-konform für eine Politik zu demonstrieren, die Höfen, Tieren und der Umwelt eine Zukunft gibt. Die Fußabdrücke waren phantastisch kreativ und künstlerisch gestaltet. Rund 10.000 gemalte und gezeichnete individuelle Forderungen für die Agrarwende. Vielen Dank an alle, die dies möglich gemacht haben. Mehr auf: 
https://www.bund.net/massentierhaltung/nutztierhaltung/wir-haben-es-satt/

Olaf Bandt, Bundesvorsitzender des BUND aus Berlin, zu Besuch in MYK

8.2.2020
Der Bundesvorsitzende des BUND Olaf Bandt aus Berlin besuchte zusammen mit unserer BUND Kreisgruppe die Generalversammlung des Bauernverbandes Mayen-Koblenz. Wir konnten eine hochspannende Diskussion mit vielen Vertretern der Landwirtschaft und sehr kontroversen Meinungen verfolgen. In Statements aus dem Saal wurde an die Podiumsredner Meike Schulz -Broers (LSV), Olaf Bandt (BUND), Mechthild Heil (CDU) und Gerd Ostermann (NABU), u.a. recht emotional, die Meinung herangetragen die Naturschutzverbände würden 'die Landwirte vor sich hertreiben', 'die Bevölkerung gegen sie aufwiegeln', und 'in den Medien gezielt schlecht machen'. Olaf Bandt entgegnete darauf, sachlich und freundlich sinngemäß, dass 'die Landwirte es jahrzehntelang verstanden haben, wichtige Veränderungen mit ihrer starken Lobbyarbeit zu blockieren und den lange bekannten, wissenschaftlich viel belegten Problemen immer wieder auszuweichen, anstatt veränderte Wirtschaftsweisen anzugehen'. Er sagte auch, dass wir keine Zeit mehr zu verlieren haben. Einige der anwesenden Landwirte versuchten mehrfach zu argumentieren, die überhöhten Nitratwerte lägen nur an flächendeckend falschen Messstellen, konnten diese Behauptung allerdings durch nichts belegen. Olaf Bandt entgegnete "man könne natürlich weitere Jahrzehnte damit vergeuden die Probleme von sich zu weisen, aber dadurch werden sie nicht gelöst, sondern nur noch schlimmer ". Er betonte immer wieder die Gesprächs- und Kooperationsbereitschaft des BUND, dass man helfen will die bäuerliche Landwirtschaft zu retten und dass man sich für faire Preise bei nachhaltig und ökologisch sinnvoll produzierten Lebensmitteln einsetzt. Auf Twitter schrieb er danach: "Nur Lösungen für Höfe & Naturschutz schaffen Wertschätzung für Landwirtschaft". 

Was hat die Corona-Krise mit Umweltschutz & Artenschutz gemeinsam?

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25.3.2020
Der Terra X Film erklärt, wie essentiell Umwelt & Artenschutz sind um künftige Epidemien zu vermeiden.  In jeder Krise steckt auch eine Chance. Derzeit gibt es viele positive & hoffnungsvolle Zeichen, dass wir es vermögen effektiv, nachhaltig und zukunftsweisend zu handeln, indem wir alle, auch die Politik, wirklich auf die Erkenntnisse der Wissenschaftler hören. 

Es ist höchste Zeit umzudenken

... ein Gedicht, gefunden in den Maifelder Nachrichten 21. Mai 2020

Auf den folgenden Seiten wird nur die Meinung der BUND Kreisgruppe Mayen-Koblenz wiedergegeben.